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Rückblick

Die Sieger 2014

Sie haben eigentlich alle gewonnen: Knapp 100 Unternehmen aus der Automotive-Industrie – OEMs und Zulieferer – beteiligten sich 2014 an der Initiative ‚Automotive Lean Production‘ – Award & Study. Sie stellten sich dem Benchmark und die Analyse zeigt: Wer die Lean-Spielregeln beherrscht, ist für ungewisse Zeiten gut gewappnet.

Die Gewinner der Benchmark-Studie ‚Automotive Lean Production‘ – Award & Study 2014 von AUTOMOBIL PRODUKTION und Agamus Consult (v.l.n.r.): Dr. Werner Geiger, Agamus Consult GmbH, Michael Timmermann, Schmitz Cargobull AG, Jan-Peter Bertsche, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Enno Scharphuis, Tecnologie Diesel e Sistemi Frenanti S.p.A., Paul Schneider, Continental Teves AG & Co. oHG, Hermann Bohrer, BMW Group, Bettina Mayer, AUTOMOBIL PRODUKTION

Die Sieger 2014 im Überblick

OEM: BMW Werk München, Montage
In der Kategorie „OEM“ konnte die Montage des BMW Werkes München auf ganzer Linie überzeugen. Aufbauend auf der BMW Group Strategie Number ONE sowie der Funktionalstrategie des Produktionsressorts, hat das Werk München im Jahr 2013 einen Prozess begonnen, um sich langfristig neu zu positionieren. Als Bestandteil des Programms „Zukunft Werk München“ wurde auch die Initiative „Exzellentes Produktionssystem“ gestartet. Durch kurz-, mittel- und langfristig angelegte Befähigerprojekte erfolgt eine konsequente Ausrichtung auf die Mitarbeiter. Beispielhaft für Innovative Lösungen auf dem Weg zu „Null-Fehler“ im Montageprozess sind die Gestaltung der Qualitätslandkarten am Band und die gestartete Umsetzung des Prinzips „Exzellenter Takt“.

Internationaler Konzern: Robert Bosch GmbH, Werk Bari
Ein Preis in der – in diesem Jahr doppelt vergebenen – Kategorie „Internationaler Konzern“ geht an das Bosch Werk in Bari (Italien). An diesem Standort lag die Wiege des Common Rail Systems, bis heute ein Symbol für Innovation und Industrialisierung bis zur Marktreife. Das Bosch Werk geht seinen Weg in Richtung Lean mit Kreativität, Systematik und Umsetzungsstärke. Alles Faktoren, die in dieser Kombination den Erfolg nahezu garantieren. Besonders hervorgehoben wurde von der Jury die Anwendung des Pull Systems entlang der gesamten Strecke vom Lieferanten bis zum Kunden sowie die Ausweitung der Wertstrommethodik auf die indirekten Bereiche.

Internationaler Konzern: Continental Teves AG & Co. OHG, Werk Frankfurt
Der zweite Award in der Kategorie „Internationaler Konzern“ geht nach Frankfurt. Das dort ansässige Werk der Continental Teves AG & Co. OHG produziert Steuergeräte für Bremsregelkreise, wobei der Großteil der Wertschöpfung durch hochautomatisierte Linien erbracht wird. Die daraus resultierende Herausforderung, die hohe Komplexität und Flexibilität mit diesen Anlagen darzustellen, hat das Werk auf Basis einer stringent umgesetzten Lean Roadmap vorbildlich gemeistert. Eine prozessorientierte Organisation, ein schneller und umfassender Prozess zur Fehlereliminierung und –vermeidung sowie flexible Lösungen hinsichtlich Liniendesign und Logistik führen zu wettbewerbsfähigen Stückkosten bei gleichzeitiger Erfüllung der hohen Qualitätsanforderungen.

Internationaler Mittelstand: Schmitz Cargobull, Vreden
Ein alter Bekannter gewinnt in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Kategorie „Internationaler Mittelstand“: Schmitz Cargobull, Vreden. Das Werk, das 2010 mit dem Award in der Kategorie „Internationaler Mittelstand“ ausgezeichnet wurde, feilt weiterhin mit hohem Engagement der Mitarbeiter daran, seine bereits sehr gute Wettbewerbsposition weiterhin zu verbessern. Die im Jahre 2010 schon vorbildliche Umsetzung der Lean Prinzipien konnte durch die Verwendung innovativer Methoden wie beispielsweise Scrum in der Entwicklung (eine Methode zur effektiven Steuerung von Entwicklungsprojekten) und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Prozesse in allen Bereichen nochmals signifikant verbessert werden.

Special Award Ergonomie: Volkswagen Nutzfahrzeuge, Hannover
Den Sonderpreis für Ergonomie erhält das Transporter-Werk der Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover. Hier werden der variantenreiche T5 als Transporter, Kasten / Kombi, als Multivan und als California sowie der Pick-up Amarok produziert. In Hannover geht man das, angesichts der produktseitig aufwändigeren Produktionsbedingungen, hoch gesteckte Ziel der Eliminierung aller ergonomisch als rot markierten Arbeitsplätze bis 2016 in breiter Front an: Ein eigener Steuerkreis Ergonomie, der Einsatz von Review-Teams, durchgängige Maßnahmenverfolgung sowie eine hohe Investitionsbereitschaft belegen, dass man es mit den ambitionierten, aber realistischen Zielen ernst meint. Zudem wird das Thema nicht nur in der laufenden Produktion, sondern auch früh im Produktentstehungsprozess adressiert.

Ihr Kontakt

Projektteam ALP Agamus Consult GmbH

Anne Paul

Tel.: +49 89 44 388 99 22

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Redakteur Automobilbau AUTOMOBIL PRODUKTION

Christian Klein

Tel.: +49 8191 125-375

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